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Solothurner Tagblatt, 16.04.2007

Museum Blumenstein
Kleinkunst mit viel Spannung

Erstmals stand Jean-Claude Sassine mit Angelina Gazquez auf der Bühne. Mit der Premiere von «La Violeta – Das Gemälde».

(...) Die deutsche Schauspielerin hat sich auf literarisch-dramatische Soloprogramme spezialisiert und Krimis – als moderne Form der Tragödie – für die Bühne adaptiert. Nun ist die Sprecherin einen Schritt weitergegangen, verbindet die haarsträubenden Erlebnisse des Kommissars Laviollette mit der Klaviermusik von Jean-Claude Sassine. Der Solothurner Pianist verstärkte die Spannung und Emotionen der Erzählung. Sprache und Musik verschmolzen zu einer faszinierend farbenreichen Gesamtkomposition, die den Zuhörenden eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Mit leiser Ironie und viel Suspense vorgetragen, wurde diese Kriminalgeschichte zum Hörgenuss – Kleinkunst auf hohem Niveau. (...)

In spannendem Ambiente

Autor und Schauspielerin stellten das Schreckliche real dar und transzendierten gleichzeitig das Grauen und die nackten Tatsachen auf eine Ebene der Poesie – lyrische Prosa in Reinkultur (...)

Nische entdeckt

Der Bann, der sich im Stück auf den heimlichen Beobachter des archaischen Verbrechens legte, löste sich erst nach und nach. Ebenso kehrten die Zeugen im Zuschauerraum nur langsam in das Hier und Jetzt zurück. Zu mysteriös und spannungsvoll waren die Ereignisse jener schrecklichen Nacht miteinander verknüpft, liessen weder Erzählerin noch Zuhörende los. In einer Zeit, da Hörbücher boomen und TV-Krimis Traumquoten erreichen, haben Angelina Gazquez und Jean-Claude Sassine eine wunderbare Kleinkunst-Nische entdeckt und zu einem Bühnen-Ereignis geformt.

Catharina Poltera


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Rundschau, Wülfrath, 25.10.2007:

...Atemlose Stille im Saal und gespannte Erwartung waren die Reaktionen auf den fesselnden Vortrag, der durch die musikalischen Untermalungen von Sassine zu einer gelungenen Gesamtkomposition geriet. Selbst die an manchen Stellen hörbare Ironie des Textes meisterte die Künstlerin mit Bravour. Derart poetisch hat man Schauerstücke selten gehört.


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Rheinische Post, 20.10.07 Wülfrath

(...) Angelina Gazquez, Schauspielerin, Theaterpädagogin und Dozentin für Sprachgestaltung, fesselte mit „La Violeta - Das Gemälde“ von Pierre Magnan. Am Flügel wurde Angelina Gazquez begleitet von dem Pianisten und Schweizer Kleinkunstpreisträger 2004, Jean Claude Sassine. Bei seinen genialen Improvisationen, die die Texte mal elegisch begleiteten, mal im Crescendo ergänzten, lief es dem Publikum zudem manches Mal eiskalt den Rücken herunter.

(...) Die „haarsträubende Geschichte eines archaischen Verbrechens“ von Magnan (geboren 1922) blättert zurück in die Zeit der spanischen Franco-Diktatur.Während einer Kulturreise durch Spanien wird der junge französische KommissarLaviolette in einer Kirche Zeuge einer Tat, die ihn das Grauen lehrt. (...)

Das Melodram, zudem sich Gazquez und Sassine von Magnans schauriger Geschichte inspirieren ließen, kam ohne bühnenbildnerisches Beiwerk, ohne Lichteffekte aus. Pointiert, akzentuiert sprechend, schuf Angelina Gazquez Imaginationen allein durch sparsame Gesten oder Bewegungen. Wenn sie die Arme senkte und zum Boden blickte, wurden die Grabplatten der Eroberer in der Fantasie sichtbar, die ihre untreuen Frauen nach ihrer Heimkehr umbrachten - um nur ein Beispiel zu nennen. Ein beeindruckender Abend, der großen Ansprüchen gerecht wurde!

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